Was Schuldnerberatung ist
Schuldnerberatungsstellen verschaffen dir einen Überblick über deine Schulden, verhandeln mit Gläubigern, helfen beim Pfändungsschutzkonto und begleiten bei Bedarf in ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Anerkannte Stellen beraten kostenfrei.
Du findest sie bei den Wohlfahrtsverbänden (Caritas, Diakonie, AWO, Paritätischer), bei Verbraucherzentralen und bei kommunalen Stellen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung führt eine Suche nach Postleitzahl.
Was Sozialberatung ist
Allgemeine Sozialberatung hilft bei Anträgen (Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung), beim Lesen von Bescheiden, bei Fragen zu Krankenkasse, Rente oder Wohnung und vermittelt bei Bedarf an Fachstellen weiter.
Anlaufstellen sind die Sozialberatungen der Wohlfahrtsverbände, Stadtteilzentren, Migrationsberatungen und die Sozialämter. Bei Widersprüchen gegen Bescheide helfen Sozialverbände wie VdK oder SoVD ihren Mitgliedern.
Wie das Jobcenter helfen kann
Das Jobcenter kann Schuldner-, Sucht- und psychosoziale Beratung als kommunale Eingliederungsleistung vermitteln (§ 16a SGB II). Sprich deine Lage dort offen an; eine geordnete Finanzlage ist oft die Voraussetzung dafür, dass Jobsuche oder Gründung überhaupt gelingen.
Was du mitbringen solltest
Alle Schreiben von Gläubigern, Inkasso und Gerichten, Kontoauszüge der letzten drei Monate, Mietvertrag, Bescheide über Leistungen, Lohnabrechnungen. Lieber zu viel als zu wenig. Und: Nicht warten, bis der Briefkasten überquillt. Je früher, desto mehr Spielraum.
Was wir dazu sagen können und was nicht
Beratungs-Info ist ein Wegweiser. Wir erbringen keine Schuldner-, Rechts- oder Finanzberatung und beurteilen keine Einzelfälle. Wenn Schulden und Jobsuche zusammenhängen, kann ein Jobcoaching parallel sinnvoll sein; die Schuldenfrage gehört aber zu den Fachstellen.
Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Ob eine Förderung bewilligt wird, entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter im Einzelfall.
